Sprache

Triviaphorismus

Was bedeutet es schon, „nach vorne gerichtet“ zu sein (im Japanischen ebenfalls: 前向き mae muki, „nach vorne gerichtet“)? Kann man denn nicht auch mit dem Rücken zu dem, was vermeintlich vorne ist, gerichtet rückwärts gehen? Und kommt man dann nicht auch „vorne“ an?

Thank you or The Derivation from Existence

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Thank you. These words not just simply state my gratitude for you reading this blog and this article but also serve to introduce the main topic of this entry. This is to say that I want to focus on the linguistic derivation of the phrase „thank you“ in Japanese.

I would like to present to you this small linguistic gem from my Introduction to Japanese Linguistics class because it helped me – along with the drawings and musings I did while I was supposed to listen – divert myself from the boredom of the lecture. Apart from that there is no reason why I chose this topic.

Anyway, since this is my first entry in English, this furthermore presents a good opportunity to show off my pretentiousness when it comes to linguistic knowledge in two ways, first, with regard to technical vocabulary and secondly, with regard to the use of the English language in general.

OK, let’s put the self-praise aside and start digging deep linguistically.

Triviaphorismus

Student: „Teacher, which are the words I can say?“

Teacher: „You can say any word, Ragetsu. You see: Words are for everyone.“

Student: …

Teacher: „Yes, it can make one quite speechless, can it not.“

Student: „It is not that, teacher, which I was contemplating about.“

Teacher: „What was it then?“

Student: „It would have sounded more natural to me if you had said Lemmata are universal in their utterability, teacher.“

Teacher: „Yes, that is what I was saying.“

(aus: Kawasaki Saburō, Zen in Modern Japan)

Wort des Monats: 積ん読

Bücher zu haben ist schön. Viele davon zu haben ist noch viel schöner, vor allem wenn sie die Regale zieren – oder wahlweise den Boden. Nun musste ich allerdings bei den Umzugsarbeiten leidlich feststellen, dass es anstrengend ist, diese Bücher in Kisten zu packen, um sie von A nach B zu transportieren.

Das ist keine großartige Erkenntnis, das ist mir bewusst. Es erinnerte mich allerdings an ein Wort der japanischen Sprache, das ich seit jeher toll finde – und in meinem Falle wie die Faust auf’s Auge passt: 積ん読 tsundoku.

Die Gedenktafel: historischer Exkurs

Im Buch Schlagwörter der Nachkriegszeit 1945-1949 von Dieter Felbick [1] wird argumentiert, dass der Begriff „Entnazifizierung“ als Lehnwort von dem englischen Wort „Denazification“ stammt. So fällt dieser Begriff das erste Mal in der amerikanischen Direktive JCS 1067 vom 17. Oktober 1945 [2], „in der Entnazifizierung Überschrift des 6. Abschnitts ist“ ([1], S. 250). In der deutschen Übersetzung [3] finden wir in der Tat den Begriff „Entnazifizierung“ an dieser Stelle.

Im rechtlich-offiziellen Sprachgebrauch ist er an dieser Stelle aber noch nicht angelangt. Fällt in dem ursprünglichen „Gesetz zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus“ vom 5. März 1946 [4] noch nicht das Wort, so finden wir es bereits ein Jahr später in der am 1. Oktober 1947 verordneten „Verordnung Nr. 110 zur Übertragung der Entnazifizierungsaufgaben auf die Regierungen der Länder“ [5].

Die Gedenktafel

Diese Gedenktafel entdeckte ich vor einiger Zeit in Berlin, in der Unterführung am Bahnhof Friedrichstraße. Irgendetwas an dieser Tafel gab es, das meinen Blick sofort anzog; was merkwürdig ist, da normalerweise solche isolierten Tafeln ja ignoriert werden.

Was also brachte mich dazu, meinen Blick in jenem Moment auf diese Tafel zu richten?

Die Gedenktafel

Triviaphorismus

Wenn alle reden, hört keiner zu.

Wenn keiner redet, hören alle zu.