Politik/Geschichte

Kurzmitteilung

Heute habe ich das 400ste Buch in meine Bibliothek aufgenommen! Gut, lediglich in den virtuellen Katalog meiner richtigen Bibliothek, die noch ungefähr ein halbes Bücherregal nicht-katalogisierter Bücher enthält… Aber ich fand die Zahl 400 einfach so schön. Es handelt sich bei der Neuanschaffung um ein Faksimile der Erstausgabe von Lessings Beyträge zur Historie und Aufnahme des Theaters, der ersten Theaterzeitschrift Deutschlands, aus dem Jahre 1750.

Perception and representation of the yakuza in contemporary Japan

Leider ist der Eintrag nur auf Amerikanisches Englisch verfügbar. Der Inhalt wird unten in einer verfügbaren Sprache angezeigt. Klicken Sie auf den Link, um die aktuelle Sprache zu ändern.

Introduction

This literature review aims to analyze how 20 different academic, official, and public sources represent the phenomenon of yakuza, the organized crime of Japan. Additionally, it will be attempted to show how these sources can be contextualized in the broader scope of Japanese society regarding attitudes towards crime and punishment thereof in general. Although the terms 「ヤクザ」 “yakuza” and 「暴力団」 “bōryokudan” may have distinct meanings and connotations within contemporary Japan, for the purpose of this literature review they will be used interchangeably to refer to the groups and members of the various crime organizations in Japan in its entirety.

With their origins dating back to the 17th century, the yakuza have enmeshed their existence deeply into Japanese society over a long time. As one of the largest crime organizations in the world, their influence and presence on both national and international levels pose severe social questions as to interference with and safety of public life and political and legal actions against that. Since the structure of the yakuza is a reflection of Japanese hierarchical ideas in general (「家」“ie” and 「親分子分」 “oyabun-kobun”) and their self-proclaimed values are known to center around traditional and nationalistic ways of thinking, their public perception can indicate how the public agrees or disagrees with both the values themselves as well as the self-attribution of those values.

Battles Without Honor and Humanity

In Ermangelung eines besseren Themas entschliesse ich mich hiermit, den nächsten Artikel nun konkret anzukündigen. Es wird ein Text über die Wahrnehmung der Yakuza im heutigen Japan sein. Der Grund der konkreten Ankündigung ist der, dass ich schon seit einiger Zeit plane, diesen Artikel zu veröffentlichen, in letzter Zeit aber immer wieder dachte, dass zunächst ein Artikel eines anderen Formats angebrachter sei. Nun denn.

Den Artikel – der auf einer Hausarbeit beruht, die ich im Februar des letzten Jahres fertiggestellt habe – habe ich im September angefangen für diesen Blog aufzubereiten; und damit war ich dann im Dezember fertig. Zu dieser Zeit wurde der Wunsch auf eine baldige Veröffentlichung auch immer größer, denn zusätzlich zu der Tatsache, dass ich den Text, je häufiger ich ihn las, umso erkenntnisloser fand (gut, mittlerweile habe ich mich dran gewöhnt), gesellte sich der Umstand, dass ab Mitte des vergangenen Jahres die Yakuza wieder deutlich präsenter geworden sind. Und das liegt an Folgendem.

Heimkehr

Ich bin zurück in Deutschland. Gut, mittlerweile seit etwas über einem Monat, aber wie so häufig hatte ich bis jetzt keine Zeit, Euch das mitzuteilen. Kurz vor dem Rückflug hatte ich eigentlich noch geplant, einen etwas polemischen Artikel zu der politischen Lage Japans zu verfassen (s.u.), dennoch kam es so, wie es kommen musste: ich habe den Artikel nicht fertiggestellt und war seit meiner Rückkehr viel zu beschäftigt.

Als kleine Entschädigung präsentiere ich daher zunächst den etwas polemischen Artikel, dessen Entwurf allerdings nur auf Englisch vorliegt:

Die Ruhe … während des Sturms?

Es war in letzter Zeit wieder etwas ruhiger auf diesem Blog. So habe ich in der Zeit viele Dinge verpasst zu erwähnen, die wichtig waren und hierhin gepasst hätten. Von den Gedenktagen an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 und dem folgenden Kriegsende am 15. August (mit der formalen Unterzeichnung der Kapitulation am 2. September und wie das z.B. dieses Jahr in China gefeiert wurde) bis hin zu diversen Reisen meinerseits von Matsumoto über die Tateyama Kurobe Alpine Route bis nach Okinawa (nicht an einem Stück).

Und so gerne ich ausführlich über alles geschrieben hätte, so lag die Zeit – trotz Ende der Vorlesungszeit – doch nicht zu meinen Gunsten. Denn ich war zu großen Teilen mit dem Sinnieren über meine akademische Zukunft und der Wohnungssuche in Heidelberg beschäftigt.

Jetzt, beim heftigen Regen aufgrund des mittlerweile 18ten Taifuns in diesem Jahr (der 19te ist bereits auf der Wetterkarte eingezeichnet, soll jedoch knapp an Japan vorbeiziehen), komme ich dazu, mich wieder zu melden. Es wird, passend zu meinem Wetter, ein kleines Musikstück im nächsten Eintrag geben, also haltet Euch bereit: fluctus excitare in simpulo.


Mumon

Quick Links

Es gibt zur Abwechslung eine etwas umfangreichere Auswahl an interessanten Artikeln und Videos zu allen möglichen Dingen. Ich hoffe, da ist für jeden etwas dabei!

Japan

– Aus aktuellem Anlass, da es nun Weltkulturerbe geworden ist: ein wenig zur Geschichte und dem Hintergrund um die Kontroverse um 軍艦島 Gunkanjima („Kriegsschiffinsel“).

Wer schon immer einen 3,8 Meter hohen und 5 Tonnen schweren Roboter sein Eigen nennen wollte… Ist gerade ausverkauft, kostete letztens aber noch 120 Mio. Yen (ca. 900.000 EUR). Hier ein Video:

Japan: Assessing Changing Security Situations in the Asia-Pacific

Leider ist der Eintrag nur auf Amerikanisches Englisch verfügbar. Der Inhalt wird unten in einer verfügbaren Sprache angezeigt. Klicken Sie auf den Link, um die aktuelle Sprache zu ändern.

Introduction

This short essay aims to analyze the evolution of Japan’s perspective on security in East Asia over a period of ten years as articulated during the annual Shangri-La Dialogues. More specifically, eight speeches from 2005 to 2015 will be considered for this analysis.1 As will be demonstrated, two overall phases can be detected in this period. The first centers on the threat of Weapons of Mass Destruction (WMD) in the region whereas the second phase shifts towards maritime and territorial issues. Furthermore, in the second half of the latter period, a change in the perspective on Japan’s own role in these security issues becomes evident. Aspects of the security environment that have remained mostly unchanged will be briefly mentioned as well.

Post Idus Martii

Nachdem am 17. Januar dieses Jahres der 20. Jahrestag des Erdbebens von Kōbe (兵庫南部地震 Hyōgo nambu jishin) und am 11. März der vierte Jahrestag des Grossen Erdbebens von Tōhoku (東日本大震災 Higashi nihon daishinsai) waren, ist heute in Japan ein weiterer historischer (Gedenk)tag. Allerdings wird dieser wohl den Wenigsten außerhalb Japans bekannt sein, weswegen ich kurz – neben ein paar Worten zu Fukushima – darauf eingehen möchte.

Es handelt sich dabei um den 20. Jahrestag des Saringasanschlags auf die U-Bahn von Tokyo am 20. März 1995 (地下鉄サリン事件 Chikatetsu sarin jiken), ausgeführt von der neu-religiösen und apokalyptischen Aum-Sekte (オウム真理教 Aum Shinrikyō).

Bevor ich dieses Ereignis näher beleuchte, möchte ich jedoch, wie gesagt, zunächst ein wenig auf Fukushima zu sprechen kommen.