Triviaphorismen

Triviaphorismus

Eine kleine Weisheit des Programmierens, die ich so in keinem Lehrbuch gefunden habe: „In C++ gilt: achte auf die Reihenfolge, in der Du Deine Header-Dateien inkludierst.“

Triviaphorismus

Das Rolltreppenprinzip: Menschen wollen bewegt werden (v.a. emotional), sind aber zu faul, sich selbst zu bewegen.

Parallels

Wie erwähnt regnet es gerade. Ich muss aber ergänzen, dass es bereits pausenlos seit gestern Nacht und nebenbei bemerkt in großen Mengen regnet. Daher dachte ich mir, das sei eine gute Gelegenheit, um Musik zu hören und erneut ein eigenes Stück hochzuladen:

Das obige Stück mag etwas ungewöhnlicher sein, von kontemplativ über soghaft bis unkoordiniert fallen mir da (je nach Situation) ein paar Adjektive zu ein. Das Stück ist komplett improvisiert und war Teil eines älteren Projekts. Aufgenommen habe ich es, glaube ich, bereits 2010.

Triviaphorismus

Was bedeutet es schon, „nach vorne gerichtet“ zu sein (im Japanischen ebenfalls: 前向き mae muki, „nach vorne gerichtet“)? Kann man denn nicht auch mit dem Rücken zu dem, was vermeintlich vorne ist, gerichtet rückwärts gehen? Und kommt man dann nicht auch „vorne“ an?

Triviaphorismus

Je mehr man weiß, desto mehr läuft man Gefahr, Sklave seines Wissens zu werden.

Triviaphorismus

Student: „Teacher, which are the words I can say?“

Teacher: „You can say any word, Ragetsu. You see: Words are for everyone.“

Student: …

Teacher: „Yes, it can make one quite speechless, can it not.“

Student: „It is not that, teacher, which I was contemplating about.“

Teacher: „What was it then?“

Student: „It would have sounded more natural to me if you had said Lemmata are universal in their utterability, teacher.“

Teacher: „Yes, that is what I was saying.“

(aus: Kawasaki Saburō, Zen in Modern Japan)

Triviaphorismus

J. S. Bachs Werk ist die musikalische Manifestation eines deus ex machina.

Triviaphorismus

Bringt es was, etwas zu genießen oder genossen zu haben, wenn man sich später nicht mehr daran erinnern kann? Vielleicht wenn der Genuss in Leid überschlagt? Sei es dadurch, dass der Kontrast zum nicht-Genusszustand zu groß ist oder dass dem Genussexzess direktes Leid folgt? Aber wohnt dann nicht trotzdem der Erinnerung an den dem Leiden vorangehendem Genuss ein kleiner Genuss bei? Schließlich hätte man es ja sonst ursprünglich nicht genossen. Wie schade es dann wäre, sich an nichts mehr zu erinnern…

Triviaphorismus

Wenn alle reden, hört keiner zu.

Wenn keiner redet, hören alle zu.