Autorenarchiv für Leo Born

函館 Hakodate – Im japanischen Nordstern

Der oben abgebildete Stempel ist der Beweis dafür, dass ich im 五稜郭 Goryōkaku in Hakodate war, der einzigen nach europäischem Vorbild erbauten sternförmigen Festung in Japan. Bilder habe ich natürlich auch gemacht; gewiss, ich habe sogar Bilder von den Orten auf dem Weg nach Hokkaidō gemacht. Aber diese Bilder sind mir leider in Form der SD-Karte, auf der sie waren, abhanden gekommen.

Und zwar habe ich sie wohl beim Batteriewechsel vor der 旧函館区公会堂 Kyū Hakodate Kōkaidō („Ehemalige öffentliche Halle des Distrikts Hakodate“, s.u. Bild 11) aus der Kameratasche verloren, da die Karte im gleichen Beutel wie die Batterie war.

Daher gibt es also nur Bilder, die ich auf der zweiten SD-Karte (gewechselt hatte ich die SD-Karten im Hotel, auf dem Weg zu der öffentlichen Halle) verewigt habe. Eine Auswahl folgt.

O Aniki, Where Art Thou?

Etwas Paradoxes (aber zu Erwartendes) ist passiert. Ich war jetzt zwei Monate in Japan, unter anderem mit der impliziten Hoffnung, „vor Ort“ schneller an relevante Infos zu kommen und über sie zu schreiben, und doch habe ich für diesen Blog keinen Artikel verfasst.

Jetzt bin ich mittlerweile wieder in Deutschland und kann höchstens ein wenig retrospektiv darüber berichten, was ich gemacht habe. So soll es denn auch sein.

Perception and representation of the yakuza in contemporary Japan

Leider ist der Eintrag nur auf Amerikanisches Englisch verfügbar. Der Inhalt wird unten in einer verfügbaren Sprache angezeigt. Klicken Sie auf den Link, um die aktuelle Sprache zu ändern.

Introduction

This literature review aims to analyze how 20 different academic, official, and public sources represent the phenomenon of yakuza, the organized crime of Japan. Additionally, it will be attempted to show how these sources can be contextualized in the broader scope of Japanese society regarding attitudes towards crime and punishment thereof in general. Although the terms 「ヤクザ」 “yakuza” and 「暴力団」 “bōryokudan” may have distinct meanings and connotations within contemporary Japan, for the purpose of this literature review they will be used interchangeably to refer to the groups and members of the various crime organizations in Japan in its entirety.

With their origins dating back to the 17th century, the yakuza have enmeshed their existence deeply into Japanese society over a long time. As one of the largest crime organizations in the world, their influence and presence on both national and international levels pose severe social questions as to interference with and safety of public life and political and legal actions against that. Since the structure of the yakuza is a reflection of Japanese hierarchical ideas in general (「家」“ie” and 「親分子分」 “oyabun-kobun”) and their self-proclaimed values are known to center around traditional and nationalistic ways of thinking, their public perception can indicate how the public agrees or disagrees with both the values themselves as well as the self-attribution of those values.

Battles Without Honor and Humanity

In Ermangelung eines besseren Themas entschliesse ich mich hiermit, den nächsten Artikel nun konkret anzukündigen. Es wird ein Text über die Wahrnehmung der Yakuza im heutigen Japan sein. Der Grund der konkreten Ankündigung ist der, dass ich schon seit einiger Zeit plane, diesen Artikel zu veröffentlichen, in letzter Zeit aber immer wieder dachte, dass zunächst ein Artikel eines anderen Formats angebrachter sei. Nun denn.

Den Artikel – der auf einer Hausarbeit beruht, die ich im Februar des letzten Jahres fertiggestellt habe – habe ich im September angefangen für diesen Blog aufzubereiten; und damit war ich dann im Dezember fertig. Zu dieser Zeit wurde der Wunsch auf eine baldige Veröffentlichung auch immer größer, denn zusätzlich zu der Tatsache, dass ich den Text, je häufiger ich ihn las, umso erkenntnisloser fand (gut, mittlerweile habe ich mich dran gewöhnt), gesellte sich der Umstand, dass ab Mitte des vergangenen Jahres die Yakuza wieder deutlich präsenter geworden sind. Und das liegt an Folgendem.

Was ist neu

In den vergangenen Tagen habe ich ein paar kleinere und subtilere Änderungen am Blog vorgenommen. Ohne großartig in die Details zu gehen, liste ich sie daher nur kurz auf:

– Der Blog hat jetzt ein Favicon! Es ist nichts Großartiges und es ist noch nicht optimal, aber für den Anfang reicht’s. Firefox zeigt es z.B. im Tab an, Safari zeigt es größer in der Favoritenleiste an und auf mobilen Geräten kann man sich ein Lesezeichen mit dem Favicon auf den Homebildschirm ziehen.
– Was niemand merkt: im Impressum habe ich meinen öffentlichen PGP-Schlüssel für die Blogmailadresse verlinkt.

k-Nearest-Neighbors-Darts

Was einem so die Langeweile und das Wissen aus dem Studium bringen können. Als ich in Japan – letztes Jahr bereits, glaube ich – einmal bei meinen Großeltern war, hatte ich für ein Stündchen oder zwei nichts zu tun. Es war am Nachmittag und ich wollte mich ausruhen.

Ich befand mich also im ersten Stock und das Fernsehprogramm sprach mich in dem Moment auch nicht an. Ich wandte mich dem Schreibtisch zu, kramte kurz auf ihm herum, nahm drei Pfeile in die Hand und stellte mich mit dem Gesicht zur Zimmerecke, einem Dartboard zugewandt.

Heimkehr

Ich bin zurück in Deutschland. Gut, mittlerweile seit etwas über einem Monat, aber wie so häufig hatte ich bis jetzt keine Zeit, Euch das mitzuteilen. Kurz vor dem Rückflug hatte ich eigentlich noch geplant, einen etwas polemischen Artikel zu der politischen Lage Japans zu verfassen (s.u.), dennoch kam es so, wie es kommen musste: ich habe den Artikel nicht fertiggestellt und war seit meiner Rückkehr viel zu beschäftigt.

Als kleine Entschädigung präsentiere ich daher zunächst den etwas polemischen Artikel, dessen Entwurf allerdings nur auf Englisch vorliegt: