In galaxies far, far away….

(via: langweiledich.net)

Nachdem ich mit etwas Verspätung vor zwei Wochen auch endlich Christopher Nolans neuen Film, Interstellar (2014), gesehen habe – immerhin war am 1.12. Kinotag –, fand ich, dass das obige Video in dem Zusammenhang meine Vorliebe für Filme und das Universum gleichermaßen sehr schön widerspiegelt.

Es wird dabei ein filmisches Panoptikum der Darstellung der unendlichen Weiten und des forschenden Menschen seit dem Ende der 60er bis in dieses Jahr hinein aufgezeigt. Passend wird das Ganze mit dem Gedicht Do not go gentle into that good night von Dylan Thomas, das bedeutend häufig in Interstellar vorkam, untermalt.

Der Film hat mir insgesamt gut gefallen, jedoch halte ich ihn weder für Nolans besten, noch für den besten des Genres. Es gab ein paar Kritikpunkte, die mich beim Schauen dann doch zu sehr gestört haben, als dass ich sie hätte ignorieren können: zum Beispiel, warum man einem ehemaligen NASA-Piloten erklären muss, was ein Schwarzes Loch ist.1

Des Weiteren fand ich den Mittelteil ein wenig zu lang gezogen – der Zweierkampf mit Matt Damon war dann doch unnötig. Und vor allem: Matt Damon? Warum nur? Er hat abgelenkt. Mir wäre da ein unbekannter Schauspieler lieber gewesen, dann hätte man sich nämlich eher auf die Geschichte konzentrieren können. Außerdem war mir die Metapher seines Namens „Mann“ etwas zu subtil…

Und auch wenn ich das Ende dann doch zu „happy“ fand, vor allem für einen Nolanfilm, – es hätte ruhig etwas früher Schluss sein können (man hätte zum Beispiel nur entfernen müssen, dass Cooper das Raumschiff klaut und wegfliegt) – so fand ich den Film, wie bereits erwähnt, insgesamt sehr unterhaltsam.

Die Geschichte hatte emotional starke Momente, der Fall ins Schwarze Loch und was daraus gemacht wurde fand ich narrativ wie kreativ sehr gut gelöst, die Musik und der Ton waren sehr gut und die Effekte waren über jeden Zweifel erhaben. Für dieses Gesamtpaket hat sich der Gang ins Kino definitiv gelohnt.

Auch das dystopische Klima – im wahrsten Sinne des Wortes – der Erde in der Zukunft hat mir gefallen, vor allem als Ausgangspunkt für die Idee der Weltraumkolonisierung. Die Frage nach der Stellung des Menschen im Universum und der Bedeutung der Wissenschaft/Technik dafür haben dabei die Hommage an Kubrick’s 2001: A Space Odyssey (1968) in mehr als nur der Reminiszenz an den Monolithen spürbar gemacht.


Mumon

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Fußnoten

Mir ist die narrative Notwendigkeit dafür natürlich bewusst, da man die physikalischen Details nicht als Vorwissen beim Publikum erwarten kann, aber im Gegensatz zu Inception (2010), der ähnlich viel erklärt, war hier die Notwendigkeit der Erklärung innerhalb des Filmes logisch nicht gegeben.

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