Start-ups an den Start: japanische Regierung plant finanzielle Förderung

Noch in diesem Fiskaljahr (bis 31.03.2015) will die japanische Regierung damit beginnen, Start-up-Unternehmen mit 6,5 Mio. ¥ (ca. 47.000€) pro Jahr für maximal zwei Jahre zu fördern. [1] Vor allem im Ingenieurbereich und der Robotik erwartet die Regierung einen Zuwachs an eigenständigen Unternehmen.

Es sollen damit fähige und kreative Arbeiter und Forscher motiviert werden, ihre bisherigen Jobs zu kündigen und selbstständig zu werden. Die Förderung soll zudem die Ängste, in den ersten Jahren wenig zu verdienen, aufheben, da die offiziell als „Lebenshaltungskosten“ bezeichneten Beträge de facto Gehälter darstellen. 

Bis zum 18. August werden Bewerbungen angenommen und 15 Unternehmen mit max. drei Mitarbeitern werden die Förderung erhalten.

Nachdem in Japan der Trend zu Start-up-Unternehmen erst in den vergangenen zwei bis drei Jahren Auffahrt genommen hat [2], ist das ein gutes Zeichen dafür, dass auch die Regierung das große Potential in dieser Unternehmens- und Arbeitsform erkannt hat.

Zudem sieht mir das nach einer guten Methode aus, die jungen Arbeitskräfte des Landes zu motivieren, bot doch das eingesessene System der Salaryman im grauen Businessalltag – vor allem nach dem Platzen der Bubble Economy in den frühen 90ern – den meisten eher eine perspektivlose Zukunft.

Vielleicht schafft es daher Anreiz – gut, bei 15 Unternehmen ist das fraglich, aber ein Anfang ist es schon einmal –, jungen Leuten einen Grund dafür zu geben, in einer Firma oder einem Labor zu arbeiten, um die dort erworbenen Kenntnisse auf eigene Weise umzusetzen. Schließlich ist das ja die schönste, wenn auch teilweise anstrengendste, Art zu arbeiten.


Mumon

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Quellen

[1] http://newsonjapan.com/html/newsdesk/article/108848.php

[2] http://www.nytimes.com/2013/12/26/business/international/japanese-entrepreneurs-receive-tentative-embrace.html?pagewanted=all&_r=0

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